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Zeichen des Untergangs? - Barcelona verliert völlig verdient auch gegen Real

Warum eine Ära der absoluten Dominanz und Herrschaft zu Ende gehen kann, warum Strukturen und Ideale, die zuvor noch als das höchste erstrebenswerte Gut gegolten haben, Stück für Stück ihre Unantastbarkeit verlieren – es scheint stets unmöglich, die eine plausible Erklärung zu finden.

Beispielsweise streiten sich Historiker über die Ursachen des Untergangs des römischen Reiches. Schaut man sich zu dem Thema den Eintrag bei „Wikipedia“ an, findet man zwei mögliche Ursachen: „Primär innere Faktoren (strukturelle Probleme, 'angebliche Dekadenz') oder der Druck durch äußere Angreifer“.

Zum eigentlichen Thema: Der FC Barcelona hat am Dienstagabend das Rückspiel des Copa del Rey – Halbfinals gegen den Erzrivalen Real Madrid mit 1:3 verloren. Soweit das Ergebnis. Dass die Übermannschaft aus Katalonien auch mal Spiele verliert, ist nichts, was ihrem Status als Fußballideal in der Vergangenheit Abbruch getan hätte. Sogar ein Jahr ohne Titel in Champions League und Meisterschaft (2012) schien die Mannschaft nur noch stärker zu machen. Immerhin spielen sie in der Liga momentan – ähnlich dem FC Bayern in Deutschland – in ganz anderen Sphären als der Rest, zu dem auch Real Madrid gehört.

Völlig verdiente Niederlage des FC Barcelona

Nur war dies keine typische Barcelona-Niederlage. Es war nicht so wie das 1:2 in der Gruppenphase der Champions League gegen Celtic Glasgow, als Barca in der zweiten Halbzeit auf 93% Ballbesitz kam und die Schotten die Schotten zum Strafraum dicht machten und darauf vertrauten, dass kein Ball durchrutschen würde. Es war auch nicht so wie schon manch andere Clasicos, in denen Real vor allem zu Beginn mit enorm hohem Laufaufwand vorne presste und alles auf ein frühes Tor durch einen schnellen Ballgewinn setzte, spätestens in der zweiten Halbzeit aber wieder hinterherlaufen musste.


Es war schlicht und ergreifend eine völlig verdiente Niederlage des FC Barcelona, der seinem Gegner in allen Faktoren, die man gemeinhin als spielentscheidend betrachtet, unterlegen war: Torgefahr, taktische Disziplin, spielerische Dominanz. Ja, Real Madrid hat das Spiel dominiert. Die Katalanen kamen zwar oft bis zum 16er, doch es wirkte so, als hätte Real nie wirklich Probleme damit, sie an torgefährlichen Aktionen zu hindern. Das einzige was Barca blieb, war der hohe Ballbesitzanteil – geschenkt. Der viermalige Weltfußballer Lionel Messi rannte sich so oft fest, dass die Frage erlaubt war, wer auf dem Platz denn nun die egozentrische Diva darstellte – Cristiano Ronaldo, wie regelmäßig behauptet wird, oder Messi. Ronaldo erzielte zwei Treffer, bestach durch unwiderstehliche Antritte und disziplinierte Defensivarbeit.

Ich habe das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League des FC Barcelona beim AC Mailand nicht live gesehen. Doch auch hier berichteten die Medien von einem verdienten 2:0-Sieg der Italiener und dass Barcelona zwar mehr Ballbesitz hatte und das Spielgerät auch in typischer Manier laufen ließ, sich jedoch keine wirkliche Torchance erspielte.

Die Anzahl der Partien, in denen dem alles überragenden Spiel des FC Barcelona Paroli geboten werden konnte, scheint sich zu häufen, die Qualität des Gegenmittels scheint zu steigen. Spätestens wenn der AC Mailand die Katalanen aus der Königsklasse wirft, wird die Welt sich fragen, ob die Ära der absoluten Dominanz des FC Barcelona sich nicht langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Und wenn es so kommt, dann sind die Fragen nach dem Grund dafür nicht weit.

Geht die Dominanz der Katalanen auf ihr Ende zu?

Womit wir wieder beim römischen Reich sind: Sind es innere Faktoren, die den Anfang vom Ende einläuten? Spielt die Mannschaft nicht mehr so gut wie noch beim Champions League - Titel 2011? Was in den Spielen gegen Milan und Real fehlte, war die finale Aktion in die Tiefe, die letzte Torgefahr. Auch aussichtsreiche Ballgewinne durch das berüchtigte Barca-Pressing waren Mangelware. Oder liegt der Grund im „Druck durch äußere Angreifer“ (Wikipedia)? Möglicherweise haben inzwischen die Klubs aus der zweiten Startreihe aufgeholt und die ehemaligen Alleinstellungsmerkmale Barcelonas und der spanischen Nationalmannschaft - „Tiki-Taka“ und Angriffspressing – beherrschen mittlerweile deutlich mehr Vereine auf ähnlichem Niveau. Des Weiteren könnte es sein, dass nach all den Jahren der Hilflosigkeit (seit dem Europameistertitel Spaniens 2008) angesichts dieser technisch-taktischen Überlegenheit nun mehr Trainer ein probates Gegenmittel gegen diesen Spielstil gefunden haben. Vielleicht gar ein Gegenmittel, das nicht nur mit einer gehörigen Portion Glück zum Sieg führt, sondern vielmehr mit taktischer Disziplin.

Bitte nicht falsch verstehen: Nichts liegt mir ferner, als einen Untergang der Fußballherrschaft des FC Barcelona heraufbeschwören zu wollen. Wenn ein Sport von einer Mannschaft bestimmt wird, die die absolute Kontrolle als Ideal hat, sich in romantischer Weise in jeder Sekunde der Schönheit und Perfektion des Spiels verschreibt, dann ist das etwas Wunderbares. So kann man selbst dem Laien erklären: Das ist Fußball in Perfektion, so sollte es aussehen. Und der Laie wird es sich angucken und sagen: Ja, die spielen wirklich besser als alle anderen.

Und wenn es wirklich so kommen sollte, dass die fußballerische Evolution in den nächsten fünf, sechs Jahren den FC Barcelona und alle Verein, die diese Philosophie des schönen Spiels als ihr Ideal erklären, zu einer aussterbenden Spezies machen wird, lege ich als erster einen Trauerkranz ans Grab. Denn wie der neue Fußball dann auch immer aussehen mag: perfekter, dominanter und schöner kann er nicht werden. Denn es ist ausgeschlossen, dass eine Mannschaft den FC Barcelona schlägt, in dem sie besser kombiniert und die größere Kontrolle über den Ball besitzt.

27.2.13 00:59
 
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